NO.79 “DA LAT – SOMEHOW”

Heute waren wir zunächst etwas unschlüssig, wo wir die Tour durch Da Lat am besten anfangen sollten bzw. ob wir doch zu einem der Seen, Wasserfälle oder sonstigen „Highlights“ außerhalb der Stadt fahren sollten. Mit Taxi, mit Bus, mit gemietetem Scooter…???

Wir entschieden uns nach einem kurzen Walk zunächst für die Fahrt nach Langbiang. Ein kleiner Ort vor Da Lat gelegen oder auch nur ein Stadtteil – wir wussten es nicht genau. Hier sollte man wandern können zu einem guten Aussichtspunkt über die Hochebene und das landwirtschaftlich genutzt Umland. Das Warten auf den Bus war weniger erfolgreich, sodass wir schließlich doch vom Taxi direkt vor dem Kassenhäuschen abgeladen wurden. Na gut, ein paar Vietnamesische Dong Eintritt waren drin, danach wurde es aber eindeutig zu touristisch. In großen Lettern prangte auf einem Hügel der Schriftzug „Langbiang“ und war natürlich das perfekte Selfie- und Foto-Motiv für alle anwesenden asiatischen Touristen. Man konnte entweder selbst ein paar Kilometer nach oben zum Aussichtspunkt wandern, einen Jeep buchen oder auf dem Rücken einiger Pferde, die irgendwie wie Zebras „angemalt“ waren, nach oben geschaukelt werden. Wir stampften mal etwas abgeschreckt los, ließen den Blick rechts und links über Erdbeerfelder und Gewächshäuser soweit das Auge reicht schweifen – und entschieden nach wenigen Minuten, dass uns das hier alles nicht so recht überzeugen konnte. Erinnerungen an die Cameron Highlands in Malaysia wurden wach… J Hätten wir hier mehrere Tage Zeit gehabt, wäre es wohl die längere Wanderung auf eigene Faust geworden, aber heute einfach nicht. Wir gaben uns an dieser Stelle mit dem „kleinen“ Ausblick zufrieden.

Also mit dem Taxi wieder zurück und direkt zum Crazy House – angeblich ein Highlight in der Stadt. Hier hatte sich eine vietnamesische Architektin verwirklicht und in Gaudí-Dali-Manier ein bewohnbares Kunstobjekt erschaffen (ohne Ecken, und so…). War für uns aber lediglich als Startpunkt unserer self-guided-walking-tour relevant, die wir uns digital recherchiert hatten.

Von hier ausgehend drehten wir unsere Runde durch Da Lat, durch Gassen und enge Straßen, die wir wohl sonst tatsächlich nicht von alleine gefunden (oder freiwillig betreten) hätten, an nostalgischen und hippen Cafés vorbei, mitten durch die Markthalle, runter zum See, den die Franzosen einst künstlich angelegt hatten.

An der Seepromenade entlang galt es, das Hupen der Roller zu ignorieren (fast uns jetzt langsam wirklich etwas auf die Nerven fiel…).

Wir versuchten dies durch das Betreten von Nebenstraßen zu umgehen, gelang aber nur kurz J An der alt-kolonialen Railway Station, die aufgrund kriegszerstörter Bahnstrecke und noch ein paar Kilometer weit ins Nachbardorf fährt, machten wir kehrt. Noch ein Abstecher zum luxuriösen Dalat Palace Hotel, das seit 1922 über der Stadt thront, und in das Café de la Poste, schon war auch dieser Tag irgendwie vorbeigegangen. Vom einstigen französisch-kolonialen Charme – ob man das nun gutheißen will oder nicht – war für uns heute nur wenig zu spüren. Beim genauerem Hinsehen war doch alles irgendwie heruntergekommen und wenig einladend. Da Lat als Stadt konnte uns also nicht so recht überzeugen….

 

2 Gedanken zu “NO.79 “DA LAT – SOMEHOW”

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