NO.35 „LEAVING TAUPO – OFF TO WELLINGTON“

Nachdem wir gestern das ultimativ anstrengende Outdoor-Programm hatten, stand heute “Sitzen” auf dem Plan – und zwar im Auto – und zwar lange…was sich als nicht weniger anstrengend herausstellte.

Wir ließen Taupo nach dem Frühstück hinter uns und folgten dem Thermal Explorer Highway 5 in Richtung Napier. Diese ersten 140 Kilometer führte uns erneut durch Weide- und Farmland, über Serpentinen durch Nationalparks, bis wir wieder an die Küste gelangten. Das Wetter war auf dieser Strecke so wechselhaft wie die Landschaft um uns herum. In Napier sind wir aber trockenen Fußes durch die für ihre Art Deco-Häuschen berühmte City geschlendert (mehr war mit den erschöpften Muskeln nicht möglich 🙂 ). Ein kurzer Snack war schließlich drin auf dieser langen Strecke heute.

Der schier endlose Ritt auf der Straße folgte dann, weitere rund 340 km trennten uns noch vom heutigen Etappenziel Wellington an der Südspitze der neuseeländischen Nordinsel. Es ging also weiter auf dem Highway, der sich dann in den Classic New Zealand Wine Trail veränderte – schließlich fuhren wir ab jetzt durch die Weinanbauregionen Neuseelands. Allerdings versteckten sich diese wohl irgendwo im Hinterland, denn wir hatten auch heute mehr Schafe als Weintrauben gesehen…Selbst die in der Ferne erkannten, weißen Punkte auf den sonst so grünen Hügeln entpuppten sich beim Vorbeifahren schließlich als Schafe oder Lämmer 🙂 Kein Wunder bei den riesigen Ländereien, die hier zu vereinzelten Farmen zu gehören schienen. Wieder mal fiel uns auf, wie wenig dicht besiedelt die Insel ist – die größeren Orte nur mit einer Hauptstraße mit bunter Ladenzeile (hier schien oft die Zeit stehen geblieben zu sein und die Sorgen unserer hektischen Welt ganz weit weg…) und ein paar wenigen Straßen hiervon rechts und links abzweigend, dann wieder Weide an Weide und ein kleines Farmhaus irgendwo im Nirgendwo.

Die Strecke in den Süden zog sich wie Kaugummi, die kurze Pause in Dannevirke konnte hiervon auch nicht ablenken…Als wir sogar kurz vorm Ziel nochmals eine Passstraße hoch und runter durch Nieselregen und Hochnebel mit einer Sichtweite von weniger als 5 Metern fuhren, reichte es dann langsam 🙂 Highway hin oder her – man kam ja doch nicht über 100 km/h hinaus und über die kurvigen Straßen geht auch nur das Minimum…

Wellington erreichten wir am späten Nachmittag und leider kamen mit uns auch wieder graue, tief hängende Wolken an. Die Stadt konnte ihren Küsten-Charme daher nicht so richtig entfalten. Wir versuchten unser Bestes und machten uns am Abend noch auf in Richtung Docks und Uferpromenade, aber es war leider etwas zu frisch um die Nase und der Wind wollte nicht aufhören…Schade, denn ein schöner Sommerabend hier in Wellington hätte uns gefallen. Mal sehen, ob wir die Stadt morgen wenigstens aus der Ferne bei Sonnenschein betrachten können…

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