NO.19 „THE ROAD TO LAVA…“

Der Tag in Hilo startete mit einem mehr als deftigen Frühstück 😊 im „Hawaiian Style Café“ haben die Leute neben uns tatsächlich schon Steak gegessen! Das Omelette kam mit einer schönen Portion Reis und die Pancakes und Waffeln mit viel Butter! Die Hawaiianer lassen es wirklich kalorientechnisch krachen morgens! Mehr als satt machten wir uns auf den Weg zu den Akaka Falls – klar, auch auf Hilo gab es Wasserfälle 😊 wir nahmen auf dem Weg dorthin die Scenic Rroute – ein kleiner 4 Meilen Abschnitt, der uns gleich an eine kleine Road to Hana erinnerte. Mit tollem Blick auf den Ozean und Buchten, dann wieder mitten durch den Dschungel, umgeben vom palmenbesäumten Straßenrand. Die Akaka Falls waren gut zu finden und sogar touristisch zugänglich, denn ein eigens angelegter Rundweg führte quer durch die Fauna in Richtung Aussichtspunkt. Da trifft man dann auch die ein oder anderen Asiaten 😉 sonst hatten wir aber bisher Glück und die Hotspots waren nicht überfüllt und man konnte alles ohne Gedränge genießen!

Im Anschluss machten wir uns auf in Richtung Vulkanlandschaft, angefangen mit dem östlichen Inselzipfel, vorbei an Pahoa über malerische und dschungelhafte Alleen zu einem Stopp am Isaac Hale Beach – hier waren die Lavareste des noch aktiven Vulkans bereits erstarrt und daher gut für einen „Strandspaziergang“ geeignet 😊 zu den Kapoho Tidepools führte die Fahrt wirklich abwechslungsreich durch den Palmenwald abgelöst durch ein riesiges Lavafeld, das gut erahnen ließ, wie die Insel hier über Jahrzehnte weiter gewachsen ist —- das sollte auch nicht das einzige Lavafeld bleiben an diesem Tag…😊
Die Tidepools haben uns wirklich überrascht! Die Lavareste haben sich hier tatsächlich so angeordnet, dass sich unzählige kleine Pools gebildet haben, die, mit Meerwasser befüllt, zum planschen oder schnorcheln einluden. Schnorchelsachen hatten wir leider nicht dabei, aber durch die Pools zu stapfen, über die Lavasteine zu klettern und die Fische und Korallen zu beobachten, war auch über der Wasseroberfläche nicht schlecht! Der Trip lohnt sich!

Auf dem weiteren Weg zur Lava Viewing Area landeten wir aufgrund einer falschen Abbiegung wirklich rein zufällig in Uncles Awa Bar and Farmers Market, eine kleine Kommune am Ende der Straße mit Bambusbar, die zum Farmers Market so richtig aufdreht und allerlei Leute anzieht. Einen Parkplatz gesichert, konnten wir dem bunten Treiben zuschauen, wie die Verkäufer nach und nach ihre Stände Aufbauten, die vorbereiteten Köstlichkeiten auspackten und die Lockangebote starteten. Hier gab es wirklich alles von thailändischen Avocado Rolls über traditionell hawaiianische Pork Tacos mit Pineapple hin zu Pizza, Crêpes und selbstgemachtem Eis. Wer selbstgemachte Armbänder oder Batikshirts suchte, wurde ebenfalls fündig – erinnerte so ein bisschen an nen Hippiemarkt. Gefühlt sind wir an diesem Tag sowieso an so vielen Aussteigern vorbeigekommen, die das Leben aus Hawaii einfach nur genießen, sodass das Publikum auf den Farmers Market ganz gut ins Bild passte! Auch wir wurden fündig und satt, lauschten ein wenig den Livebands bevor wir uns auf den Weg Richtung Hawai`i Volcanoes National Park zur nächsten Übernachtung machen wollten.

Da wir aber eigentlich auf der Suche nach der Lava Viewing Area waren, schauten wir nochmal nach der dieses Mal richtigen Abbiegung – und wurden fündig! Nach kurzem Plausch mit einem (geschäftstüchtigen) Einheimischen, saßen wir kurzentschlossen in einem Shuttle durch das Lavafeld. Vor uns lag ein mehrere Meilen weiter Fußmarsch zu einem tatsächlich aktivem Lavastrom! Bewaffnet mit zwei Taschenlampen in der rechten und linken Hand machten wir uns die restliche Strecke, für Autos nicht zugänglich, da die eigentliche Straße noch zugeschüttet ist durch den letzten Lavastrom von 2010, auf zu Fuß! Die Ansage war „lauft bis zum zweiten Tor, biegt dann ab ins Lavafeld und lauft los Richtung Lavastrom – ihr werdet das Glühen schon sehen und wenn euch Leute mit Grinsen im Gesicht entgegen kommen, dann fragt sie nach dem Weg“ und natürlich „watch your step“ 😃 dem Sonnenuntergang entgegen also los auf die Lavasteine! Einfach mittendurch! Wahnsinn – wir konnten zwar um uns herum aufgrund der anbrechenden Dunkelheit nichts mehr wirklich erkennen, aber wir befanden uns nun mitten im Nirgendwo auf unbefestigtem Gebiet eines gigantischen Lavafeldes! Es ging auf und nieder, über karge Lavasteine, teils wirklich scharfkantig, immer mit der Taschenlampe auf den Boden gerichtet, um ja auch keine Felsspalte zu übersehen und versehentlich reinzutreten. Trittfest musste man für diesen Pfad auf jeden Fall sein! Und so ging es weiter, Meile um Meile – irgendwann verliert man das Zeitgefühl….aber mit dem Ziel vor Augen: Aufgrund der Dunkelheit sah man nun den rot glühenden Lavastrom, der sich den Berg hinunterarbeitete, immer besser! Ab zu den glühenden Steinen! Bestimmt 1,5 Stunden hat uns der Hike über das Lavafeld gekostet, bis sich die Nähe zur Lava durch warme Winde ankündigte, die uns entgegenpusteten. Wieder einen Lavalkrater umrundet, lag dann plötzlich der erste aktive Strom vor uns. Nur wenige Meter entfernt – die Luft wurde heißer, aus jeder Felsspalte ließ sich ein rotes unterirdisches Glühen erahnen und wir hatten fast Angst, dass uns bei einem falschen Schritt die Schuhe wegschmelzen 🙈 Wahnsinn, zu sehen, wie sich der langsame Lavastrom durch die Steine frisst…das war schon das erste Highlight! Aber wir waren noch nicht an unserem Ziel angelangt, denn der große Lavastrom am Berg lag noch vor uns. Also wieder unzählige Schritte über die unwegsame Landschaft weiter, gefühlt kam der Strom gar nicht näher…wir folgten vielen anderen Taschenlampen mit dem gleichen Ziel 😊 die Luft wurde noch heißer und auch dieser Lavastrom erreicht! Mega! Man kann wirklich bis auf wenige Schritte Entfernung heran – wie man es sich eben zutraute – und jeder um uns herum fühlte sicherlich auch dieses „WOW“! Das kann man gar nicht beschreiben und dieser Hike zur flüssigen Lava war sicherlich mit das Verrückteste und Beeindruckendste, was wir je gemacht haben! Vor uns flüssiges Gestein aus irgendwo hunderte Meter- oder Kilometerweit unter der Erde, das sich den Berg hinunterwälzt und neues Land erschafft – über uns ein Sternenhimmel, den wir so auch noch nie gesehen hatten. Ein beeindruckend dichter Sternenteppich bei klarer Nacht!

Noch abenteuerlicher war nur der Rückweg – denn es ging meilenweit bei finsterer Dunkelheit einfach drauf los in der Hoffnung, wieder auf den Trail zurückzufinden! Zum Glück kamen uns noch vereinzelte Taschenlampen entgegen, was zumindest etwas Orientierung bot! Ein paar mal mussten wir einfach noch mal anhalten, um nach oben zu schauen und uns vom Funkeln am Himmel begeistern zu lassen!

Nach nur 2,5 Stunden waren wir tatsächlich wieder auf dem Trail angelangt (es kam uns wie eine halbe Ewigkeit vor) – wir hatten dann wirklich ein Mords-Tempo drauf, wahrscheinlich, um nicht den letzten Shuttle zu verpassen und mitten im Lavafeld übernachten zu müssen 🙈 den Lavatrip und die Anstrengungen auf dem Weg dorthin hatten wir wahrscheinlich etwas unterschätzt – wir waren total geflashed und begeistert aber auch richtig müde, mussten aber dennoch eine Stunde Autofahrt hinter uns bringen zu unsere Cabin im Hawai`i Volcanoes National Park

Mit all den Eindrücken von diesem tollen Tag auf Big Island war das Einschlafen ein Klacks…

#LAVAAAAAAA

 

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