NO.62 “CRAZY KL”

Die Uhr zeigte 6.35 Uhr an, als wir uns heute Morgen zum Frühsport aus dem Hotel wagten. Sonnenaufgang war erst eine Stunde später angesagt aber die Luft versprach bereits jetzt schon tropische Temperaturen. Umso schneller floss der Schweiß beim Joggen durch die City…Wir begnügten uns daher mit einer kurzen Runde durch den KLCC Park gegenüber dem Hotel und waren schnell wieder im klimatisierten Frühstücksraum angelangt.

Den Sonnenschein am Vormittag wollten wir dennoch zu einer gediegenen Fortsetzung unseres „chillaxens“ am Pool nutzen – so ließ es sich einfach am besten aushalten. Die Geräusche der Stadt im Hintergrund (Verkehrslärm, Baustellen, Pfeifen, Hupen, Motorroller-Knattern) wurden nur ab und an unterbrochen durch das mittlerweile vertraute Geräusch der Löwentanz-Gruppen anlässlich des Chinese New Years mit ihren Trommeln und Schellen. Auch hier in KL und sogar im Hotel war dieses Event überall präsent.

Zum Lunch dann ab durch die Mitte! Nachdem wir gestern, überrascht vom niedrigen Preisniveau, von unserem Essen doch etwas enttäuscht waren, wollten wir heute ein paar Ringit mehr ausgeben und folgten besser den Tipps von tripadvisor. Kein Problem etwas zu finden in dieser Stadt und so ließen wir uns zu Fuße des höchsten Fernsehturms Malaysias „Menara Kuala Lumpur“ klein aber fein nieder.

Ein paar Schritte weiter, raus aus dem Business District, und schon traten die Gegensätze zwischen „reich“ und „nicht ganz so reich“ in KL deutlicher zu Tage. Je näher wir uns dem City Centre näherten, umso niedriger und verschlissener wurden die Häuser, umso dreckiger die Straßen, umso höher die Roller-Dichte und präsenter die Männerkultur.

Laut, schwül, stickig (und manchmal „stinkig“) – als Fußgänger hat man es in dieser Stadt ohnehin nicht leicht 🙂 Das gilt vor allem für die Verkehrsregeln – entweder es gibt keine Fußgängerampeln oder man beachtet sie nicht, immer wachsam sein, ob nicht doch ein Roller angebraust kommt. Sonst gilt: einfach loslaufen, sonst kommt man ohnehin nicht über die mehrspurige Straße.

In Chinatown´s Flea Market schließlich Plagiate so weit das Auge reicht, weit entfernt vom Preisniveau (und der Qualität) wie wir es noch in der Orchard Road Singapurs oder der Suria KLCC Mall erlebt haben. Aber wir kamen auch aus diesem Markt ohne Handtasche, Sneakers und Uhren heraus…
Und bereits wieder ein paar Schritte weiter – nun im Gegensatz zu Chinatown – die nächsten großen Shopping-Malls und Konsumtempel. Das Beste daran war, dass wir uns von Klimaanlage zu Klimaanlage vorarbeiten konnten…

Der Aussicht zuliebe wollten wir uns am Nachmittag die Heli Lounge Bar nicht entgehen lassen! Bis 17 Uhr als Heli-Landeplatz auf einem Bürotower genutzt, konnte man ab 18 Uhr tatsächlich in der Rooftop-Bar einige Meter über dem 34. Stockwerk einen Cocktail schlürfen. Bei bestem Blick über die Stadt natürlich, daher auf jeden Fall einen Besuch wert! Die angesagten thunderstorms hatten sich zum Glück an den Rand der Stadt verlagert, sodass wir trockenen Hauptes schlürfen und fotografieren konnten. Landete auch tatsächlich nach 18 Uhr kein Heli mehr…Crazy eben, dieses KL.

 

 

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